Reserve Infantry Regiment 248

On 16th, June, 2 a.m., following calm days, the hostile artillery suddenly opened up fire on the sectors north and south of the railway. From 4 a.m. on its sharpness increased steadily. The systematic hostile bombardment indicated that the enemy intended to attack.
I. battalion, being in rest, was advanced to the Hanebeek ground, III. (stand-to)-battalion advanced as well.

At 6.15 a.m. the English attacked near the (Eier-)Wäldchen (Railway Wood ) and south of it. On our left flank and near T-Wäldchen (Y Wood) the Reserve-Infanterie-Regiment 246 withdraw towards Storchschnabelwald due to the shelling. Offizierstellvertreter HERTLE’s platoon near Gierwäldchen became encircled by superior forces despite its fierce resistance with hand grenades and rifle butts; who didn’t fell became prisoner. According to witnesses’ statements HERTLE was shouting: “Comrades, we fight to the last, no one may yield.” The English entered RIR 246’s sector, endangering the left flank of our II. Battalion, although company SCHWARZKOPF held out bravely, rejecting the enemy from both front and flank with hand grenades.  III. Battalion (Major von FLATOW) was given the task to support the line and recapture lost ground. According to this, Major von FLATOW was put in charge of the southern sector; Hauptmann NUBER was given the northern one. North of the railway small groups of advancing English and a battery acting in the open became scattered by our artillery, infantry and machine gun fire. At the left flank of the regimental area the fight was surging for a long time within the maze of the trenches. The adversaries fought each other with hand grenades over open ground as well. Companies FASSBENDER and BOMMAS particularly distinguished themselves. The Battalion’s aide-de-camp, Leutnant GEHWEILER, carried several hand grenade parties along. It was in part thanks to Leutnant FASSBENDER that bataillon FLATOW had been able to throw the English out of our trenches by nightfall, completely regaining the regimental sector except a small bit within the Gierwäldchen. Bataillon LEGL – initially being in brigade reserve – was ordered to support Reserve-Infanterie-Regiment 246, which made an advance up to Bellewaarde farm. During the night the hostile artillery fire declined. So, 16th June became another glorious day. Our enemy was mainly Highlanders, some carrying iron-enhanced clubs with them. By dawn on 20th June the English sent over clouds of gas, provoking nothing but irritation of the throat and the eyes and some headache. …

Translated by: Sebastian Laudan.

Reserve Infantry Regiment 248

Nach anfänglich ruhigen Tagen begann am 16. Juni, 2 Uhr morgens die feindliche Artillerie plötzlich ihr Feuer auf den Abschnitt nördlich und südlich der Bahn. Von 4 Uhr ab nahm es an Heftigkeit zu. Aus der Planmässigkeit der Beschiessung konnte auf feindliche Angriffsabsicht geschlossen werden. Das Ruhebataillon (I.) wurde nach dem Haanebeekgrund vorgezogen, das Bereitschaftsbataillon (III.) schob sich gleichfalls näher heran.

6.15 Uhr vormittags griff der Engländer beim Eierwäldchen und südlich davon an. Links von uns und beim T - Wäldchen war Res.-Inf.-Regt. 246 infolge der Beschiessung bis zum Storchschnabelwald ausgewichen. Der beim Gierwäldchen anschliessende Zug des Offizierstellvertreters Hertle war nach heftiger Gegenwehr mit Handgranaten und Gewehrkolben von der Übermacht umzingelt und, was nicht fiel, gefangen worden. Nach Zeugenaussagen soll Hertle gerufen haben: „Kameraden, wir verteidigen uns bis zuletzt, keiner darf weichen!" Die Engländer drangen im Abschnitt 246 vor, der linke Flügel des II. Bataillons war deshalb sehr gefährdet, obwohl dort Kompagnie Schwarzkopf tapfer standhielt und den Gegner in Front und Flanke mit Handgranaten abwies. Das Regiment setzte nun III. Bataillon (Major von Flatow) zur Verstärkung und Wiedergewinnung des Verlorenen ein. Zu diesem Zweck wurde Major von Flatow der südliche, Hauptmann Nuber der nördliche Abschnitt übertragen. Nördlich der Bahn vorgehende Trupps von Engländern und eine offen auffahrende Batterie wurden von unserem Artillerie-, Infanterie- und M. G. Feuer zersprengt. Am linken Flügel des Regimentsabschnitts wogte der Kampf in dem Grabengewirr lange hin und her. Er wurde meist mit Handgranaten, auch über offenes Gelände hinweg, geführt. Ganz besonders zeichnete sich hier Kompagnie Fassbender und Bommas aus. Auch der Bataillonsadjutant, Leutnant Gehweiler, riss wiederholt Handgranatentrupps mit sich vor. Dem wiederholten, energischen (…) des Leutnant Fassbender verdankte es das Bataillon Flatow in erster Linie, dass die Engländer bis zum Abend wieder aus den Graben hinausgeworfen, der Regimentsabschnitt bis auf ein kurzes Stück im Gierwäldchen fest in unserer Hand war. Bataillon Legl - anfänglich Brigadereserve wurde später zur Unterstützung des Regiments 246 eingesetzt, das wieder bis zur Ferme vordrang. im Laufe der Nacht flaute das feindliche Artilleriefeuer ab.  Der 16. Juni wurde somit zum weiteren Ehrentag gewesen, Unsere Gegner waren an diesem Tage Hochländer gewesen, sie führten zum Teil eisenbeschlagene Knüppel als Totschläger mit sich. In der Frühe des 20. Juni sandten uns die Engländer Gaswellen, die jedoch nur Hustenreiz, Kopfschmerz und Augenentzündung hervorriefen...