The Battle of 16th June

Heinz Lehmann

Following the German attack of 25th May 1915 the frontline activity became greatly reduced and finally it was possible to allow troop’s time to rest and also to focus on training again.

The entire 53th Reserve-Division (R.D.), responsible for the right-hand of the XXVII. Reserve-Korps’ (R.K.) sector, had been pulled out as army reserve. The 54th R.D. took over the whole Korps’ sector and they were also able to assign troops to reserves. During the nights of 6th-7th and 7th-8th June Reserve-Jäger-Battalion 26 was relieved by R.I.R. 248 and drawn back to Molenhoek to become divisional reserve. Besides enjoying boozy beer evenings, the spare time was mainly spent to regain combat readiness. Alas, this included alarm practice during inconvenient hours, nobody’s favourite occupation, but this became part of our daily routine.

On 16th June in the morning the troops rest was disturbed by a serious alarm. To our surprise the enemy had attacked and taken Hooge Chateau as well as the trenches occupied by R.I.R. 247 around T-Wäldchen (Y. Wood) on the 24th May, Bellewaarde Farm also fell.  By 8.30 a.m. R.J.B. 26 was moved to Eksternest, and closer to the front. At around 1 p.m. 1st and 3rd companies became assigned to R.I.R. 246. At 7 p.m. the remaining companies followed. Sergeant Schmidt was ordered to take the position with 3 MG near Klavierhaus in order to cover any further hostile advances towards Bellewaarde Farm. Later in the evening he was ordered to proceed to the frontline, in an area that was unfamiliar to him, and find conveniently positions for his guns. Fortunately the enemy did not take advantage of the considerable confusion at R.I.R. 246’s frontline battalion, nor did they exploit the gains won at Bellewaarde Farm. During the rest of the day and evening the enemy withdraw from the conquered positions, without being seriously counter-attacked.

1st company R.J.B. 26 under command of Leutnant Duckart took part in the mopping-up during the evening and night of the 16th. 3rd company took over and held the trench near the Storchenschnabel wäldchen (Stork’s beak Wood) and acted as back-up. By next morning the enemy had withdrawn to the west of Bellewaarde Farm.

Heinz Lehmann.  The Royal Saxon Reserve Jager Battalion No. 26, Dresden 1923

Translated by: Sebastian Laudan.

 Original German Text

"(Nach den deutschen Angriffen vom 25. Mai 1915) war die Front abermals stark verkürzt. So konnte man endlich dazu übergehen, stärkere Kräfte auszuscheiden, der Truppe mehr Ruhe zu gönnen und ihrer Ausbildung wieder Augenmerk zuwenden.  Die ganze 53. R.D., die bisher den rechten Abschnitt der Front des XXVII. R.K. innegehabt hatte, wurde als Armeereserve herausgezogen. Die 54. R.D. übernahm den ganzen Korpsabschnitt. Trotzdem war es aber auch ihr noch möglich, Reserven auszuscheiden. In den Nächten vom 6./7. und 7./8. Juni wurde das (Reserve-Jäger-)Bataillon (Nr. 26) durch R.I.R. 248 abgelöst und als Divisionsreserve nach Molenhoek zurückgezogen. (…) Neben Bierabenden, an denen es natürlich hoch herging, wurde die Zeit hauptsächlich der Widerherstellung der Kampfbereitschaft  gewidmet. Dazu gehörten leider auch die von niemand gern gesehenen, zu den unpassendsten Zeiten kommenden Probealarmierungen. (…) Am 16. (Juni) morgens wird die Ruhe der Truppe durch einen ernsten Alarm gestört. Der Feind hat überraschend angegriffen und Schloss Hooge, sowie die am 24. Mai vom R.I.R. 247 erreichten Gräben am T-Wäldchen wieder genommen. Auch die Bellewarde-Ferme ist in seine Hand gefallen. R.Jäg.B. 26 wird ½ 9 Uhr nach Eksternest vorgezogen. Mittags 1 Uhr werden hier 1. und 3. Kompanie dem R.I.R. 246 zur Verfügung gestellt. Abends 7 Uhr folgen die übrigen Kompanien. Vizefeldwebel BLECHSCHMIDT wird zunächst mit 3 M.G. am Klavierhaus eingesetzt, um bei einem weiteren Vordringen des Feindes in Richtung Bellewarde-Ferme wirken zu können. Am Abend wird er ebenfalls nach vorne geschickt, wo er sich in der unbekannten Stellung Aufstellungsorte für seine Gewehre selbst suchen muss. Glücklicherweise hat der Feind keinen Erfolg und die ziemliche Verwirrung beim Stellungsbataillon R.I.R. 246 nicht ausgenutzt. Ohne eigentliche Gegenangriffe gibt er die gewonnen Gräben und die Ferme im Laufe des Tages und der folgenden Nacht (zum 17. Juni) wieder auf. Die 1. (R.Jäg.B.) 26 unter Leutnant DUCKART ist bei dieser Räumungsarbeit am Abend und in der Nacht zum 17. (Juni) beteiligt. Die 3. Kompanie besetzt als Rückhalt den Graben am Storchschnabelwäldchen. Am Morgen des 17. Juni) hat sich der Feind bis über die Ferme nach Westen zurückgezogen."

Heinz Lehmann, Das Königlich Sächsische Reserve-Jäger-Bataillon Nr. 26, Dresden 1923